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Modern ways of working- von Nils Schnell (MOWOMIND)

Der Einfluss von Arbeit 4.0, NewWork oder auch ModernWork verändert alles in der Arbeitswelt. Das spürt man, wenn man in ein Unternehmen geht, das modernes Arbeiten bereits lebt. Es wirkt genauso arbeitsreich und dennoch ist da noch etwas anderes –  ein anderes Miteinander, eine andere Offenheit. Der Besucher scheint mehr Einblicke zu bekommen, als es in traditionell arbeitenden Unternehmen der Fall ist.

 

 

Modernes Arbeiten als Rückbesinnung auf alte Werte

 

Der Wandel hin zu modernem Arbeiten ist ein Kulturwandel. Er funktioniert nur dann, wenn modernes Arbeiten auch gelebt wird. Dabei wird eines sehr schnell deutlich – im Mittelpunkt stehen hierbei die Menschen selbst. Das ist definitiv ein anderer Fokus, als wenn Menschen nur als Ressource gesehen werden, die einen kalkulierbaren Mehrwert bringen kann. Modernes Arbeiten zieht sich inzwischen durch alle Branchen. Überall gibt es Unternehmen, die es geschafft haben, sich in der Mitarbeiterführung, in der Unternehmensgestaltung und in der strategischen Ausrichtung neu aufzustellen. Moderne IT-Unternehmen und Startups haben es deutlich einfacher. Sie können von Beginn an mit Core Values, Purpose Driven Approaches und Agilität arbeiten. Der Fokus moderner Arbeit ist wie eine Rückbesinnung auf alte Werte vor der Industrialisierung, die heutzutage so modern wie nie wirken. Sinnhaftes arbeiten zu gewährleisten, wo der einzelne Mitarbeiter weiß, warum seine Arbeit wichtig ist. Wertebasiert miteinander zu kommunizieren, egal ob als Führungskraft oder im Team. Keine ewig langen Masterpläne mehr verfolgen, sondern im Wandel der Zeit passende Lösungen für aktuelle Probleme zu finden. Arbeit wird iterativ. In kurzen Sequenzen wird geplant, gearbeitet und reflektiert. Jedes mal, wenn man in einem klassischen Arbeitsumfeld fragt, wie häufig denn das Team oder die Führungskraft sich Zeit nimmt zum reflektieren, sieht man nur große Augen und ein wenig Unverständnis. In modernen Arbeitskontexten ist es ein zentraler Pfeiler stetiger Weiterentwicklung. Es gibt Reflexions-Meetings, ehrliches Feedback und damit auch schnellere Entscheidungen.

 

 

Trainings für den Umgang mit der neuen Freiheit

 

Ist in der modernen Arbeit alles gut? Natürlich nicht. Ganz eigene Probleme tauchen auf, wie fehlende Selbstführungskompetenz, fehlende Soft Skills, zu viel Freiraum und zu wenig direkten Support. In unseren Trainings mit Führungskräften, wie z.B. bei Trivago, setzen wir genau dort an: Selbsteinschätzung stärken, Kommunikationsfähigkeiten steigern, Methoden und Modelle beibringen, die helfen mit dieser neuen Freiheit besser umzugehen. Damit die neue Freiheit einen Mehrwert bringt und nicht zur Bedrohung wird. Viel ist zu tun, auch in modernen Arbeitskontexten. Doch es sind andere Themen, als in klassischen Unternehmen.

 

 

Statt Manager braucht es Leader

 

In großen, traditionellen Unternehmen wird modernes Arbeiten ebenfalls zu einem Thema. Wie bewegt man ein so großes Unternehmen hin zu Arbeit 4.0? Welche Möglichkeiten gibt es, eine Veränderung nicht nur einzuleiten, sondern am Ende auch spürbar in der Arbeit vor Ort zu leben? Auf jeden Fall nicht mit einem einfachen Top-Down-Ansatz, wie früher häufig Change-Prozesse durchgeführt wurden. Es bedarf bei dem Wandel hin zu modernem Arbeiten viel mehr. Es ist ein Kulturwandel, es geht um neue Denkweisen. Das braucht Zeit, viel Begleitung und ganz viel Aufklärung, Transparenz sowie eine klare Vision. Es geht darum, das Wissen der Mitarbeiter bewusst einzubinden, Ängste nicht zu übersehen sondern in einen offenen Dialog darüber zu gehen. Es geht dabei um Experimente – Veränderungen auszuprobieren und nicht direkt final darüber zu entscheiden. Erste Erfahrungen zu machen, ohne gleich alles zu verändern. Sich iterativ weiterzuentwickeln. Hierbei wird ebenfalls deutlich: Die Anforderungen an Führungskräfte verändern sich dramatisch. Führungskräfte müssen viel mehr Aufmerksamkeit auf das Führen von Mitarbeitern legen als auf das Managen von Mitarbeitern als Ressource. Das braucht einen sogenannten Mindshift. Das heißt, dass auch Führungskräfte wahrscheinlich mehr Unterstützung brauchen, als sie selbst häufig meinen. Viele sind davon überzeugt, „dass sie das alles mit den weichen Themen schon können“.

 

 

Modernes Arbeiten braucht Bereitschaft zur  Weiterentwicklung

 

Auf unserer #ModernWorkTour besuchen wir Unternehmen und Unternehmensstandorte deutscher Unternehmen weltweit, geben Trainings und Beratung vor Ort und bekommen spannende Einblicke darüber, wie modern bereits gearbeitet wird. Was wir nach zwei Monaten auf Tour und acht Ländern sagen können, ist, dass die Bereitschaft zum modernen Arbeiten nicht mit dem Alter zusammenhängt, sondern vor allem mit der Einstellung zum Arbeiten, der Bereitschaft zur Veränderung und dem Willen sich selbst weiterentwickeln zu wollen. Das ist eine gute Nachricht, denn sie bedeutet, dass man nicht alle Manager über 50 entlassen muss. Es bedeutet, dass jeder sich aktiv entscheiden kann, ob modernes Arbeiten mit all‘ seinen Möglichkeiten durch die eigene Person unterstützt werden oder ob man alten Arbeitsstrukturen und Rollen anhängen will. Es ist eine Entscheidung.

 

 

Auch bisher erfolgreiche Unternehmen müssen sich verändern

 

Modernes Arbeiten wird die klassische Arbeit ablösen. Schon alleine deswegen, weil junge Menschen einfach nicht mehr so lang und nicht mehr so sinnlose Arbeit machen wollen. Große Unternehmen, die sich auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen, sollten dies nicht zu lange tun. Disruptionen sind schnell heutzutage. Unternehmen wie Airbnb, Uber, Mytaxi und viele weitere durchbrechen alte Muster mit einer Leichtigkeit und einem Erfolg, dass es gar keine Alternative gibt, als sich selbst zu verändern, das eigene Unternehmen von innen zu disruptieren und so proaktiv die Veränderung hin zu modernem Arbeiten, mit all seinen aufgeführten Implikationen, selbst zu gestalten und nicht vom Markt zu verschwinden.

 

 

von Nils Schnell MOWOMIND http://www.mowomind.com/